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„Ist meine Vagina nicht eng genug?“

Posted on 7 Min Lesedauer
Mythen und Fakten rund um das weibliche Geschlecht

Wenn es um die Vagina geht, gibt es eine Menge Mythen und Missverständnisse. Manche Menschen glauben zum Beispiel, das weibliche Geschlechtsorgan könne seine Elastizität verlieren und für immer locker und weit werden. Diesbezüglich gibt es Entwarnung: die Vagina ist von Natur aus elastisch und sehr dehnbar. Sie kann sowohl Dinge aufnehmen die hineinkommen (wie zum Beispiel einen Penis), als auch die enorme Dehnung bei der Geburt eines Babys überstehen. Egal ob rein oder raus – es wird danach nicht lange dauern, bis deine Vagina sich wieder in ihre ursprüngliche Form zurückzieht. Lediglich mit zunehmendem Alter oder durch viele Geburten kann deine Vagina etwas weiter werden, aber generell ziehen sich die Muskeln wieder zusammen wenn sie gedehnt wurden – wie bei einem Gummiband.

Lies weiter, um mehr über den Mythos der ausgedehnten Vagina zu erfahren und warum eine enge Vagina auch ein Zeichen für eine Grunderkrankung sein kann, für Tipps zur Stärkung deines Beckenbodens und vieles mehr.

Wir wollen dem Mythos der ausgedehnten Vagina auf den Grund gehen. Das Wichtigste zuerst: So etwas wie eine “zu weite” Vagina gibt es nicht. Eine Vagina kann sich im Laufe der Zeit aufgrund zunehmenden Alters und durch Geburten verändern, aber sie wird ihre Elastizität nicht dauerhaft verlieren.

Der Mythos einer ausgeweiteten Vagina wurde in der Geschichte als ein Mittel benutzt, um Frauen für ihr Sexualleben zu beschämen. Es hieß, dass vor allem Frauen, die mit mehreren Partnern Sex gehabt haben, eine “ausgeleierte” Vagina haben müssten. Die Wahrheit ist natürlich, dass es keine Rolle spielt, mit wem oder wie oft wir Sex haben. Die Penetration wird nicht dazu führen, dass sich deine Vagina dauerhaft ausdehnt.

 der ausgedehnten Vagina

Darüber hinaus ist eine zu enge Vagina auch nicht unbedingt eine gute Sache. Man weiß heute, dass eine verengte Vagina ein Anzeichen für eine zugrundeliegende Krankheit sein kann, insbesondere wenn die Penetration als unangenehm oder schmerzhaft empfunden wird. Unsere Vaginalmuskeln entspannen sich auf natürliche Weise, wenn wir erregt sind. Wenn du nicht erregt oder körperlich nicht auf Geschlechtsverkehr vorbereitet bist, entspannt sich deine Vagina nicht, wird nicht feucht und dehnt sich nicht. Eine angespannte Vaginalmuskulatur kann daher einen sexuellen Kontakt schmerzhaft oder sogar unmöglich machen. Extreme vaginale Enge kann auch ein Zeichen von Vaginismus sein. Dies ist eine behandelbare körperliche Erkrankung, über die du hier mehr lesen kannst.

Darüber hinaus haben auch die Gene Einfluss auf die Weite unserer Vagina. So ist quasi schon vorbestimmt, ob der Durchmesser größer oder kleiner ausfällt. In den meisten Fällen liegt er zwischen 2 und 3 cm. Willst du mehr Fakten über die Anatomie des weiblichen Geschlechts erfahren? Dann findest du hier alles Wissenswerte.

Gründe für vaginale Veränderungen

Deine Vagina wird sich im Laufe deines Lebens verändern. Es können genau zwei Dinge ihre Elastizität beeinflussen: Das Alter und Geburten. Häufiger Sex – oder das Fehlen von Sex – wird nicht dazu führen, dass deine Vagina an Straffheit verliert. Entbindungen und zunehmende Lebensjahre führen zu einer leichten, natürlichen Weitung deiner Vagina. Bei Frauen, die mehr als eine Geburt hatten, ist es wahrscheinlicher, dass die Vaginalmuskeln geschwächt sind. Der natürliche Alterungsprozess im Laufe des Lebens wird ebenfalls dazu führen, dass sich deine Vagina etwas weiter wird, unabhängig davon ob du Kinder bekommen hast oder nicht.

Geburten

Es ist vollkommen normal, dass sich eine Vagina nach der Entbindung verändert. Schließlich müssen sich alle Muskeln darin enorm ausdehnen, damit das Baby durch den Geburtskanal passt und aus dem Scheideneingang herauskommen kann. Nach der Geburt eines Babys stellen Frauen oftmals fest, dass sich ihre Vagina etwas weiter anfühlt als zuvor. Das ist völlig normal. Die Muskulatur wird sich in den Tagen und Wochen nach der Geburt wieder zusammenziehen. Möglicherweise kehrt sie nicht vollständig in ihre ursprüngliche Form zurück, aber in den meisten Fällen ist letztlich keine große Veränderung zu spüren. Bei mehreren Geburten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Scheidenmuskeln in Folge etwas an Elastizität verlieren.

Sollte das bei dir der Fall sein und es ist dir unangenehm, gibt es Übungen mit denen du vor, während und nach der Schwangerschaft deine Beckenbodenmuskeln stärken kannst. Diese werden weiter unten im Artikel erklärt.

eine Vagina nach der Entbindung verändert
Alter

Es kann sein, dass du ab dem 40. Lebensjahr eine Veränderung der Elastizität deiner Vagina feststellst. Das liegt daran, dass dein Östrogenspiegel mit dem Eintritt in die Perimenopause (die Zeit, die ein bis zwei Jahre vor der eigentlichen Menopause liegt) zu sinken beginnt. Ein Östrogenverlust bedeutet, dass sich dein Vaginalgewebe verändert. Es ist dann weniger säurehaltig, dünner, trockener und weniger dehnbar.

Diese Veränderungen können sich noch stärker bemerkbar machen, wenn du die vollständige Menopause erreichst, also das endgültige Ausbleiben der Periode mit ca. 50 Jahren.

Wie du deine Vaginalmuskeln stärken kannst

Beckenbodengymnastik ist eine hervorragende Möglichkeit, deine Vaginalmuskulatur zu stärken. Sie hält und stützt die Organe in deinem Unterbauch. Dazu gehören: Dünndarm, Gebärmutter, Blase und Rektum.

Wenn deine Beckenbodenmuskulatur durch Alter oder Geburten schwächer wird, kann das einige unangenehme Begleiterscheinungen mit sich bringen:

  • Schmerzen im Bereich des Beckens
  • Schmerzen beim Sex
  • Inkontinenz
  • Unkontrolliertes Ablassen von Blähungen

Du willst deinen Beckenboden stärken? Hier sind einige Kegel-Übungen, mit denen du dich fit halten kannst:

Zunächst musst du deine Beckenbodenmuskulatur identifizieren. Versuche hierfür, auf der Toilette den Strahl für einen Moment anzuhalten. Wenn dir das gelingt, hast du die richtigen Muskeln gefunden. Jetzt kann es losgehen!

Schritt 1: Wähle eine geeignete Position für deine Übungen, zum Beispiel auf dem Rücken liegend oder auch im Sitzen.

Schritt 2: Spanne deine Beckenbodenmuskeln an. Halte die Muskelspannung für 7 Sekunden, entspanne danach für 7 Sekunden.

Wiederhole diesen Schritt mindestens 3 Mal hintereinander.

Wenn du mit der Zeit mehr Kraft aufgebaut hast, erhöhe die Intervalle auf 10 Sekunden. Versuche, deine Oberschenkel, Bauchmuskeln und dein Gesäß während der Übungen nicht anzuspannen, sondern konzentriere dich ausschließlich auf deinen Beckenboden. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, führe die Kegel-Übungen mehrmals täglich durch. So wirst du schon innerhalb weniger Wochen erste Ergebnisse spüren. Denk jedoch daran: Du trainierst Muskeln! Und wir alle wissen, wie sich Muskeln anfühlen, wenn man sie zu viel trainiert. Also beginne langsam und steigere dich Stück für Stück.

Kegel-Übungen haben nichts mit der Sportart Kegeln zu tun, sondern wurden nach ihrem Erfinder, dem Gynäkologen Arnold H. Kegel benannt.

“Wird das Beckenbodentraining meine Vagina enger machen?”

In zwei Ultraschallstudien mit Frauen, die ihre Vaginalmuskeln trainiert haben, wurde festgestellt, dass ihre Beckenböden durch regelmäßiges Training stärker wurden. So wie jeder Muskel in unserem Körper, wachsen auch die Vaginalmuskeln, wenn sie trainiert werden. Hierfür eignen sich zum Beispiel die Kegel-Übungen.

Wenn die Muskelmasse zunimmt, der Muskel also dicker und kräftiger wird, bringt das automatisch eine vaginale Verengung mit sich. Außerdem erlernt man durch regelmäßiges Training diesen Muskel willentlich und bewusst anzuspannen und die Vagina beim Sex noch enger zu machen.  

“Die Kegelübungen helfen mir nicht, was kann ich tun?”

Wie du deine Vaginalmuskeln stärken kannst

Prüfe zunächst genau, ob du die Kegelübungen korrekt durchgeführt hast. Ist das der Fall und du spürst nach 4 Wochen keine Fortschritte, probiere andere Trainingsoptionen.

Eine Möglichkeit sind sogenannte Vaginalkonen:

Dabei handelt es sich um konisch geformte, tampongroße Gegenstände mit unterschiedlichem Gewicht, die du in deine Vagina einführst und dann hältst.

So funktioniert’s: Führe den leichtesten Konus ein. Ziehe dann deine Muskeln zusammen und halte ihn etwa 15 Minuten lang im Inneren, sodass er nicht herausrutscht. Wiederhole diese Übung zweimal täglich. Erhöhe im Laufe der Zeit das Gewicht des verwendeten Konus.

Eine andere Möglichkeit ist die Neuromuskuläre Elektrostimulation (NMES).

Die NMES kann zur Stärkung deiner Vaginalmuskeln beitragen, indem mithilfe einer Sonde ein leichter elektrischer Impuls durch den Beckenboden gesendet wird. Die elektrische Stimulation bewirkt eine abwechselnde Kontraktion und Entspannung der Beckenbodenmuskeln. Du kannst ein NMES-Gerät für zu Hause verwenden oder die Behandlung von einem Arzt durchführen lassen. Eine Sitzung dauert ca. 20 Minuten und sollte im besten Fall alle vier Tage für eine Dauer von mehreren Wochen durchgeführt werden.

Tipps für ein enges Vagina-Gefühl

Spürst du beim Sex nur wenig von der Penetration oder hast du oder dein Partner Probleme damit, einen Orgasmus zu bekommen weil deine Vagina zu weit ist?

Dann probiert doch einmal folgende Tricks aus, die dabei helfen können das Gefühl beim Sex zu intensivieren:

1. Wählt Stellungen, in denen du deine Beine geschlossen hast. Dadurch wird deine Vagina ganz von allein enger und das erhöht die Reibung. Die Doggy-Style-Position ist eine gute Option für eine geschlossene Beinstellung mit sehr engem Vaginagefühl. Dadurch erzeugt sein Penis mehr Reibung und ihr habt beide ein intensiveres Gefühl. Je näher die Beine beim Doggy-Style zusammen stehen, desto enger fühlt es sich an.

Die Doggy-Style-Position ist eine gute Option

2. Probiert auch das Hintertürchen: Wenn dein Partner sich noch mehr Enge wünscht, ist Analsex eine tolle Möglichkeit ihm ein ganz besonderes Erlebnis zu schenken. Das Gefühl der Enge an seinem Penis wird viel intensiver sein, also probiert es doch mal gemeinsam aus! Für Analsex ist ein bisschen Vorbereitung empfehlenswert und ein langes Vorspiel um dich darauf einzustellen. Schließlich soll es nicht nur deinem Partner, sondern auch dir Freude bereiten. Auch solltet ihr unbedingt Gleitgel bereithalten. Du möchtest bevor ihr es ausprobiert noch ein paar Tipps? Hier geht es zum Artikel, der dich in die Kunst des Analsex einweiht.

Die Sexgöttin-Methode

Sex ist wunderbar! Aber dafür braucht es zwei Menschen – dich und deinen Partner. Die Sexgöttin-Methode hilft dir nicht nur eine begnadete Liebhaberin zu werden, sondern gibt dir auch Tipps für eine bessere Kommunikation mit deinem Partner, sodass ihr beide zusammen den besten Sex aller Zeiten haben könnt! Außerdem enthalten: Kegelübungen genau erklärt + viele Sexstellungen für ein super enges Vaginagefühl.

XOXO
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